Historie
Der Gebäudekomplex besteht aus einem älteren Umgebindehaus als Winkelbau (vor 1850) und einem massiven zweigeschossigen Anbau. Das Ensemble wurde ab ca. 1850 als Produktionsstätte der Drellfabrik „Kämmels Erben und Comp.“ genutzt (siehe Farblithografie aus dem Album der sächsischen Industrie von 1856). Der Massivbau wurde später erweitert.

Der vordere, straßenseitige Flügel des Umgebindehauses wurde 1910 im Jugendstil als Fabrikantenvilla überbaut. Insbesondere wurden im OG die Raumhöhen auf 2,80m vergrößert. Aus dieser Zeit stammen wertvolle Details wie Zierfachwerk, Türstock, Diele, Treppenhaus, Kachelöfen. Der überdachte Eingang mit der Loggia im Obergeschoss, der Erker an der Ostseite und die Veranda als Verbindung zum Massivbau sind besonders aufwendig gestaltet. Im Umgebindeteil sind die Blockstuben gut erhalten.

